Alles über Gin: 7 Fragen und Antworten

Eine Bar ohne verschiedene Gin-Sorten? Undenkbar! Pink Lady, Moscow Mule, Gin Tonic, Gin Fizz – Drinks mit Gin liegen voll im Trend. Für Kenner ist die klare Spirituose nicht einfach nur ein Getränk, sondern ein Lebensgefühl. Sie schätzen seinen süßlich-aromatischen Duft und sein herbes Aroma – und kreieren damit immer wieder neue, raffinierte Cocktailspezialitäten. Gin ist total angesagt: Alles über den Kult-Drink lesen Sie hier.

 

Was genau ist eigentlich Gin?

Gin ist ein farbloser Wacholderschnaps, der mindestens 37,5 Prozent Alkohol enthält. Seine Basis ist Agraralkohol aus Getreide oder Melasse. Für den charakteristischen, so besonderen Gin-Geschmack sorgen eine Vielzahl von Kräutern, Früchten, Blüten und andere pflanzliche Zutaten, mit denen er aromatisiert wurde. Wacholder muss jedoch immer die dominante Geschmacksnote sein! Den größten Anteil an „Botanicals“ – so nennt man die Bestandteile – haben Wacholderbeeren, getrocknete Zitronen- und Orangenschalen, Koriandersamen und Engelwurz. Der Rest obliegt den persönlichen Vorlieben eines jeden Herstellers.

Warum ist Gin ein so besonderes Getränk?

Das Einzigartige an Gin ist, dass er fast immer als Bestandteil eines Cocktails getrunken wird, er sich anderen Zutaten geschmacklich aber nicht unterordnet. Während zum Beispiel ein Wodka immer so schmeckt wie das Mischgetränk, für das er verwendet wurde, bewahrt der Gin seinen individuellen Geschmack. Zudem gibt es wohl kaum eine Spirituose, deren verschiedene Sorten so unterschiedlich sind: Jeder Gin ist anders – von säuerlich bis kräuterig bis hin zu süß finden sich hier alle möglichen Aromen.

Welche Länder sind echte „Ginländer“?

Gin wird überall auf der Welt hergestellt – „Heimat“ des Gins und Vorreiter bei der Destillation ist jedoch England. Da die legendäre Queen Mum eine große Gin-Liebhaberin war, bringen viele Menschen Gin gedanklich unmittelbar mit dem englischen Königshaus in Verbindung! Englischer Gin ist stark und legt seinen geschmacklichen Schwerpunkt klar auf den Wacholder – auf weitere aromatisierende Zutaten wird in Großbritannien kein großer Wert gelegt. Französische Gins sind häufig frisch und blumig, bei der Herstellung wird viel Zitrone verwendet. In Spanien destilliert man eher lieblich.

Welche Gin-Sorten sollte man kennen?

Dry Gin ist ungesüßt: Die darin enthaltenen Botanicals werden dem Neutralalkohol in einzelnen Schritten zugegeben. London Dry Gin ist ebenfalls ungesüßt – seine Botanicals werden dem Neutralalkohol allerding gleichzeitig hinzugefügt. Andere aromatisierende Stoffe sind im London Dry Gin verboten. Geschmacklich untypisch schmeckt der New Western Dry Gin: Bei ihm rückt die charakteristische Wacholdernote für andere Aromen in den Hintergrund. Sie mögen den Gin etwas süßer? Dann sollten Sie einen Genever probieren! Dabei handelt es sich um einen Gin aus den Niederlanden. Hier unterscheidet man zwischen einem „jonge Genever“, der das klassische Wacholderaroma trägt und einem „oude Genever“, der eher nach Malz schmeckt.

Wer ist bekannt für seine Vorliebe für Gin?

Wie schon gesagt: Queen Mum. Jeden Tag um 18.00 Uhr wurde der Königinmutter bis ins hohe Alter ein Gin Tonic serviert. Außerdem: Humphrey Bogart, Winston Churchill und John Travolta. Auch Raymond Chandler und Joanne K. Rowling sind große Gin-Fans.

 

Womit mixt man Gin?

Nur die wenigsten Gin-Liebhaber trinken ihn pur – ein Klassiker ist er mit dem säuerlichen und leicht bitteren Tonic Water. Als ideale Mischung gelten 4 cl Gin, die mit  120 ml Tonic Water gemixt werden. Dem Ganzen füge man je nach Geschmack noch eine Scheibe Zitrone oder Limone hinzu und gebe zudem reichlich Eis ins Glas.

Kann man Gin auch beim Kochen einsetzen?

Und wie! Gin kann so einigen Gerichten den letzten Schliff geben. So passt die Spirituose zum Beispiel hervorragend in Suppen: Zwei Esslöffel davon verleihen Tomaten- oder Zucchinisuppen ein ganz eigenes und köstliches Aroma. Schon mal Lachs mit Gin probiert? Falls nicht, sollten Sie das unbedingt nachholen! Dafür wird der Fisch mit Gin, Dill, Zitrone, Zucker und Salz sozusagen mariniert und dann erst am nächsten Tag weiterverarbeitet.
Auch ein Gin-Sorbet ist ein echtes Erlebnis: Mischen Sie Zucker, Wasser und Tonic Water, geben Gin und Zitronensaft hinzu und stellen das Sorbet kalt. Nach zwei Stunden ist das Gin-Sorbet fertig.

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