Amarone della Valpolicella DOCG: Roter Stolz der Veroneser

Ein geschmackliches Kraftpaket und einer der hochwertigsten Rotweine Italiens: Der Amarone wird in einem Atemzug mit den prominenten Weinen Barolo und Brunello genannt.

Amarone-Weine sind kraftvoll, langlebig und teilweise auch etwas bitter. Und in diesem Zusammenhang entstand auch einst der Name dieser Weinsorte: Bitter heißt auf Italienisch nämlich “amaro”. Doch lassen Sie sich davon bloß nicht abschrecken. Ein Amarone della Valpolicella DOCG punktet vielmehr mit einem einzigartig samtig-weichen Abgang.

Woher kommt der Amarone?

Gemäß dem Namen stammt der Rotwein aus der Weinregion Valpolicella in Norditalien. Dieses Gebiet liegt von Verona aus in nordwestlicher Richtung zum Gardasee – nur etwa eine 30-minütige Autofahrt entfernt. Im Valpolicella-Gebiet sind fünf Weinbaubereiche zu finden, darunter auch der Amarone della Valpolicella. Seit 1968 hat er den Status einer kontrollierten Herkunftsbezeichnung und wurde mit der höchsten italienischen Qualitätsstufe DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) ausgezeichnet.

Übrigens: Der Begriff „Valpolicella“ stammt vom lateinischen Begriff  „Vallis polis cellae“ ab, was so viel bedeutet wie: „Täler der vielen Kellereien“. Dem Ort durchaus angemessen.

Aus welchen Rebsorten besteht ein Amarone della Valpolicella?

Seinen Ursprung hat dieser exzellente Rotwein in den Rebsorten Corvina und Rondinella, die im Norden der Stadt Verona angebaut werden. Die historische Bekanntheit dieses Weingebiets lässt sich bis auf das 5. Jahrhundert vor Christus zurückführen. Außerdem wird manchmal noch die Corvinone-Traube hinzugefügt, doch das ist laut Vorschrift nicht unbedingt nötig. Ganz im Gegensatz dazu sind die anderen beiden Rebsorten verpflichtend: Die Corvina-Traube muss in jedem Wein aus Valpolicella zu mindestens 45 Prozent (und maximal 95 Prozent) enthalten sein, die Rondinella-Traube sollte mindestens zu fünf Prozent (und maximal 30 Prozent) in den Wein einfließen.

Die Trauben des Amarone-Weins stammen meist von den ältesten Reben der umliegenden Weinberge. Und damit noch nicht genug: Es werden nur die besten Trauben für die Herstellung ausgewählt.

 

Amarone: Wie läuft der Produktionsprozess ab?

Einzigartig ist nicht nur der Geschmack des Amarone, nein, auch die Verarbeitung der sorgfältig ausgewählten Trauben ist sehr besonders und zeichnet den ganz eigenen Stil des Weins aus. Die Produktionstechnik ist komplex und aufwendig.

Die per Hand geernteten Trauben werden nicht sofort nach der Lese gekeltert, sondern bis zu drei Monate lang in den sogenannten „Fruttai“ zum Trocknen aufbewahrt – in gut belüfteten Lagerräumen und auf Strohmatten oder Holzgestellen liegend. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom sogenannten Appassimento-Verfahren. Durch diesen Trocknungsprozess verdunstet das Wasser aus den Trauben, doch der Zucker und die Extraktstoffe bleiben bestehen. Dabei verlieren die Trauben erheblich an Gewicht. Manchmal sogar bis zu 50 Prozent. Auf diese Weise erhält der Wein seine hohe Aromen-Konzentration. Am Ende wird der Amarone schließlich in Holzfässern und dann in der Flasche veredelt.

Was sind die Merkmale des Amarone della Valpolicella?

Rein äußerlich fällt zunächst einmal seine intensiv rubinrote, teils granatrote Farbe ins Auge. Der Duft des Amarone überrascht mit intensiven Noten nach Kirsche, Johannisbeere, Schokolade und Gewürzen. Es handelt sich durchaus um einen körperreichen Rotwein, jedoch mit weichen Tanninen. Er liegt samtig-weich auf der Zunge und ist niemals übertrieben tannin- oder säurehaltig. Auch in jungen Jahren ist der Amarone sofort angenehm genießbar. Mit der Reifung wird er immer besser: Bei guter Lagerung kann sich eine Flasche auch nach zehn bis 15 Jahren noch als hervorragend herausstellen.

Zu welchen Gerichten passt der Amarone?

Ein Amarone della Valpolicella passt perfekt zu herbstlichen oder winterlichen Gerichten – etwa zu Rinderschmorbraten, Braten, Wild, Wurst oder reifem Käse. Probieren Sie den Amarone auch zu Kreationen aus der asiatischen und Nahost-Küche.

Tipp: Servieren Sie den Amarone in großen, weiten Weingläsern. So geben Sie den ausgeprägten Duftnoten die Möglichkeit, sich mit der Sauerstoffzufuhr des Weines zu entwickeln.

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