Degustation: Wie Sie Weine richtig beschreiben

Der Wein schmeckt „lecker“? Das ist für dieses edle Getränk fast ein bisschen zu wenig. Wein schmeckt nach so viel mehr! Mit unserem kleinen Weinvokabular lernen Sie, Begriffe wie Aromen, Säuren und Tannine richtig zu verwenden und Weine zu beschreiben, wie ein Experte.

Weinprofi in fünf Minuten

Sie müssen kein Weinexperte sein, um einen Wein zu beurteilen. Damit Sie bei der nächsten Weinverkostung mitreden können wie ein Profi, sollten Sie diese vier Eigenschaften eines Weines kennen. Wenn sie dann noch in schöner Harmonie anzutreffen sind, können Sie ein positives Urteil fällen.

Schnupperprobe: Das Bukett

Weine sind nicht nur Geschmack. Auch der Geruch, den Kenner als Bukett – oder französisch Bouquet – bezeichnen, spielt eine wichtige Rolle. Nicht umsonst bedeutet das Wort im Französischen Blumenstrauß. Riechen Sie am Wein, nehmen Sie sich Zeit, schwenken Sie den Wein im Glas und nehmen dann eine zweite Nase voll. Sie werden viele Geruchsnoten erkennen. Mit ein wenig Übung können Sie blumige Noten wie Orangenblüten oder Rosenduft erkennen, fruchtige Töne wie Beerenobst und nussige oder würzige Gerüche. Von vegetativen Gerüchen spricht man, wenn sich der Geruch nach frischem Gras erahnen lässt. Lassen Sie den Wein in der Nase wirken und beschreiben Sie alles, was ihnen in den Sinn kommt. Ein guter Wein kann stark oder zart riechen. Keinesfalls sollte er aber einen aufdringlichen oder gar keinen Geruch haben. Ein Essiggeruch deutet darauf hin, dass der Wein nicht mehr gut ist.

Die Säure des Weines

Um die Säure und Süße eines Weines zu beurteilen, sollten Sie einen Schluck davon nehmen. Belassen Sie den Wein eine Weile im Mund und lassen Sie ihn auf ihre Zunge wirken. Für einen frischen und runden Geschmack ist die Säure des Weines verantwortlich, die in Form von Wein-, Milch- oder Apfelsäure vorhanden ist. Die Säure fühlen Sie an den hinteren Rändern der Zuge. Schmeckt der Wein frisch, rassig oder stahlig? Rassig meint einen guten Gesamteindruck mit ausgeprägter Säure, stahlig bezeichnet eine stärkere, sehr betonte Säure, die als „fest“ wahrgenommen wird. Oder erkennen sie eher einen harten, schalen oder bissigen Geschmack?

Die Süße des Weins

Schmeckt ein Wein süß, sind die Trauben entweder nicht vollständig vergoren oder hatten einen hohen Reifegrad erreicht. Einige Zuckerarten bleiben bei der Gärung übrig und geben dann dem Wein eine Restsüße. Für einen süßlichen Geschmack kann auch der Alkohol wie z.B. Glyzerin verantwortlich sein, den wir ebenfalls als warm wahrnehmen. Hat ihr Tropfen eine angenehme Süße, sind Begriffe wie halbtrocken (nur ganz leicht süß), dezent süß oder edelsüß angebracht. Ist die Abwesenheit von Süße angenehm, bezeichnet man den Wein als trocken. Sprechen Sie von plump oder klebrig, ist das negativ.

Bitterer Beigeschmack erwünscht: Tannine

Ein guter Wein schmeckt in der Regel ein klein wenig bitter. Diese Noten entstehen durch die Gerbstoffe, die durch die Stiele, Hülsen und Kerne der Trauben bei der Gärung hervorgerufen werden. Auch die Verwendung von Holzfässern kann Tannine im Wein lösen. Die feinen Gerbstoffe schmecken Sie in der Regel erst nach ein paar Sekunden. Das Tannin hat zudem eine konservierende Wirkung. Empfinden Sie die bittere Note als angenehm, können sie den Wein als samtig, weich, rund oder angenehm gerbstoffreich bezeichnen.

Und nicht zuletzt: Die Harmonie

Wenn Sie Bukett, Süße, Säure und Bitterstoffe erfühlt haben, wird es Zeit für ein Gesamturteil. Wie spielen alle Noten zusammen? Wirkt der Wein harmonisch, süffig, elegant? Vielleicht sogar finessenreich oder vielschichtig? Dann haben Sie einen guten Tropfen vor sich. Wenn Sie zu dem Schluss kommen, der Wein ist unharmonisch, plump, ausdruckslos oder eckig, sollten Sie ihn kein zweites Mal kaufen.

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