Deutsche Weinanbaugebiete: Ahr

Zwischen Bonn und Koblenz mündet die Ahr in den Rhein. Der namensgebende Fluss prägt das Anbaugebiet maßgeblich: Weine aus dem Ahr sind durch das nahezu mediterrane Klima geprägt, welches im engen Ahrtal vorherrscht. Anders als in den meisten deutschen Anbaugebieten, wachsen im Ahr vorwiegend rote Trauben. Die Ahr ist unter Weinkennern deshalb auch als Rotweinparadies bekannt.

 

Schroffe Felsen führen von den Ufern der Ahr steil nach oben. Darauf befindet sich die vorwiegend terrassierte Rebfläche der Ahr. Sie misst insgesamt rund 560 Hektar und zählt damit zu den kleineren Weinbaugebieten Deutschlands. Die Weine weisen dennoch oder gerade deswegen höchste Qualitäten auf.

Die Arbeit in den kleinen Parzellen an den felsigen Steilhängen der Weinberge ist nur per Hand zu erledigen. Die meisten Winzer kümmern sich lediglich in ihrer Freizeit um Reben und Trauben. Den Vertrieb übernehmen Winzergenossenschaften wie die von Mayschoß-Altenahr, die 1868 gegründet als weltweit älteste Winzergenossenschaft gilt.

Spätburgunder und Co: Wein aus dem Tal der roten Trauben

Vor allem die Spätburgunder-Reben verschaffen der Ahr das Renommee als Tal der roten Trauben: Kaum ein deutsches Anbaugebiet bringt so viele hochwertige Rotweine hervor wie die Ahr. Auf 85 Prozent des rund 560 Hektar großen Gebiets ziehen die Winzer rote Rebsorten. Das Besondere an den Spätburgunder-Trauben: Weil das Fruchtfleisch weiß ist, lässt sich ein „Blanc de Noir“, ein weißer Wein aus roten Trauben, keltern. Neben Spätburgunder gedeihen im Anbaugebiet Ahr beispielsweise Portugieser und Dornfelder sowie der seltene Frühburgunder, der früher reift und besonders fruchtige Weine hervorbringt.

Deshalb gilt die Ahr als Rotweinparadies

Warum die Trauben in der Ahr so gut reifen? Günstige Klima- und Bodenverhältnisse verhelfen zu hervorragenden Weinen. Knapp 1.500 Sonnenstunden jährlich, milde Winter und geringe Niederschlagsmengen sorgen für ein annähernd mediterranes Klima im Ahrtal. Zusätzlich speichern die Böden der steilen Weinberge, die aus Schiefer, Lößlehm, Kies, Vulkangestein und Grauwacke bestehen, sowie die dunklen Weinbergsmauern tagsüber die warme Sonnenenergie und geben diese nachts an die Weinstöcke ab. Der Fluss dient als weiterer Reflektor. Durch diese einzigartigen Wechselbedingungen gedeihen Weine von herausragender Qualität. Mit ihrer samtigen Struktur und ihrer eleganten Frucht sprechen die roten Ahr-Weine auch manchen Rotwein-Verächter an.

Lernen Sie die Ahr und Ihre Weine kennen

Das tolle Wetter im Ahrtal kommt jedoch nicht nur dem Wein zugute: Touristen werden das Rotweinparadies mit seinen Vorzügen ebenfalls zu schätzen wissen. Einen tollen Eindruck von der Region bekommen sie etwa auf dem Ahrsteig, dem Ahr-Radweg oder dem Rotweinwanderweg, welcher von Bad Bodendorf gen Eifel bis nach Altenahr führt. Sehenswürdigkeiten wie die Ruinen des Klosters Marienthal, die Pfarrkirche St. Maria und das Museum Roemervilla zeugen von der langen Geschichte des Ahrtals und dessen Weinkultur.

Zwischen Januar und März laden zahlreiche Restaurants und Weingüter in der Ahr zu „Gourmet & Wein“-Veranstaltungen ein. An Pfingsten findet in Ahrweiler traditionell ein Weinmarkt auf dem Marktplatz statt, bei dem man die Ahr-Weine kennen- und schätzen lernen kann.

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