Deutsche Weinanbaugebiete: Sachsen

Wer an Sachsen denkt, hat nicht sofort den Geschmack von Wein auf der Zunge. Spätestens nach diesem Artikel aber haben Sie Lust, einen Ausflug ins Weinanbaugebiet Sachsen zu unternehmen und den typischen Wein zu kosten! Was Sie über Sachsen als östlichstes Weinbaugebiet Deutschlands wissen sollten, lesen Sie hier.

Besonderheiten im Anbaugebiet Sachsen

Schon im Mittelalter wurden in Sachsen, dem nordöstlichsten Weinbaugebiet Europas, die ersten Trauben gekeltert. Heute erstreckt sich die Rebfläche Sachsens auf rund 488 Hektar rund um die Landeshauptstadt Dresden. Entlang der Elbe bewirtschaften vorwiegend private Kleinwinzer die meist terrassenförmigen Weinberge. Ein Großteil der Rebfläche gehört der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen. Der durchschnittliche Ertrag ist mit 30 bis 35 Hektoliter pro Hektar (hl/ha) in Sachsen vergleichsweise gering.

Das liegt auch an den speziellen Bodenverhältnissen und dem kontinentalen Klima: Die Granit-Syenit-, Löß-Lehm- und Sand-Böden eignen sich hervorragend für charaktervolle Weine. Die Sommer sind heiß, die Winter streng, die Niederschlagsmenge gering. In den Hang- und Steillagen geschieht der Ausbau meist per Hand – noch ein Grund mehr, warum Wein aus Sachsen exklusiv und teuer ist.

Wie schmecken Weine aus Sachsen?

In Sachsen werden vor allem Müller-Thurgau, Riesling, Grauer und Weißer Burgunder sowie Traminer angebaut. Vereinzelt wachsen auch Reben von Spätburgunder und Dornfelder, aus denen Rotwein gekeltert wird. Die trockenen Weine aus Sachsen sind für ihre Frische und fein-fruchtige Säure bekannt. Insbesondere der Traminer gilt als Rarität und erzielt unter deutschen Weinen die höchsten Preise.

Was gibt es im Weinbaugebiet sonst noch zu entdecken?

Sie möchten einen Ausflug ins Anbaugebiet Sachsen unternehmen? Gute Orientierung bietet die 55 Kilometer lange Weinstraße von Pirna über Pillnitz, Dresden, Radebeul und Meißen bis nach Diesbar-Seußlitz. Sie vereint Kultur, Geschichte und Sehenswürdigkeiten in einer einzigartigen Landschaft.

So steht etwa die Stiftungsanlage Hoflößnitz nahe Radebeul beispielhaft für die sächsische Weinkultur. Auf dem gleichnamigen Weingut feierten sächsische Kurfürsten früher die Weinlese. Und hier wurde die Sachsenkeule erfunden – eine besondere Flaschenform, die an eine Kegelpuppe erinnert. Das unweit gelegene Staatsweingut Schloss Wackerbarth gilt als erstes Erlebnisweingut Europas. Hier finden Sie zudem die älteste Sektkellerei Sachsens – beziehungsweise die zweitälteste Deutschlands.

Die Idylle aus Fluss und Weinbergen können Sie auch zu Fuß genießen: Der 90 Kilometer lange Sächsische Weinwanderweg ist in sechs Etappen unterteilt. Entdecken Sie die schönsten Weinberge Sachsens sowie Aussichtspunkte und Weinkeller. Nicht zuletzt locken die Landeshauptstadt Dresden und die Porzellan-Metropole Meißen mit barocker Architektur, vielfältiger Kultur und Erholungsangeboten.

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