Die Kunst des Sabrierens

Einen Champagner öffnen Sie sicherlich nur zu ganz besonderen Anlässen. Noch spektakulärer wird der Genuss, wenn Sie die Flasche nicht auf herkömmliche Art entkorken. Schnappen Sie sich stattdessen einen Säbel (oder ein robustes Küchenmesser) und köpfen Sie die Flasche auf effektvolle Weise. Wir erklären, was Sie beim Sabrieren beachten müssen!

Das Sabrieren hat seinen Ursprung in Frankreich – sowohl die Wortbedeutung als auch das Ritual selbst. Mag man den Überlieferungen Glauben schenken, feierte einst Napoleon seine gewonnenen Schlachten mit einem edlen Tropfen. Die Champagnerflasche öffnete er dabei mit seinem Säbel, französisch Sabre.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Sabrieren

Das klingt im ersten Moment sehr gefährlich und ruft Bilder von kanonenkugelartigen Korken und umherfliegenden Glassplittern hervor. Wenn Sie jedoch ein paar Dinge beachten, können auch Sie eine Champagnerflasche sabrieren, ohne sich und andere in Gefahr zu bringen. Lesen Sie hier, worauf es Schritt für Schritt ankommt.

  • Grundsätzlich eignen sich nur Schaumweine, die durch Flaschengärung hergestellt wurden. Dazu zählen Champagner, Cava oder Winzersekt. Auch unseren Veuve Mosigny Champagner AC Brut können Sie mithilfe eines Säbels köpfen, weil der Druck innerhalb der Flasche hoch genug ist. 
  • Wenn Sie keinen echten Champagner-Säbel mit einer Klinge von rund 50 Zentimetern zur Hand haben, eignet sich auch ein größeres, stabiles Küchenmesser. Die Klinge muss nicht scharf sein. Ein Säbel sieht natürlich besonders edel aus.
  • Entfernen Sie zunächst den Metallmantel und den Drahtkorb, sodass der Flaschenkopf freiliegt und nur noch der Korken steckt.
  • Die Flasche sollte gut gekühlt und trocken sein. Deshalb vor dem Sabrieren noch einmal mit einem trockenen Tuch das Kondenswasser abwischen.
  • Halten Sie die Champagnerflasche schräg nach oben, indem Sie den Daumen in die Vertiefung am Flaschenboden stecken. Die anderen vier Finger stützen das Gewicht und stellen den 45-Grad-Winkel sicher, in dem sich die Flasche am besten köpfen lässt.
  • Strecken Sie Ihren Arm etwas aus und achten Sie darauf, dass die Glasnaht nach oben zeigt. Dort wo die Längsnaht des Flaschenkörpers auf den Flaschenhals trifft, ist die Sollbruchstelle. Hier schlagen Sie den Korken samt Glasrand ab.
  • Setzen Sie die Klinge etwa ein bis zwei Zentimeter oberhalb des Etiketts an und führen Sie sie zunächst mehrere Male entlang der Naht, um ein Gefühl für die Bewegung zu bekommen.
  • Bevor Sie die Bewegung in Gänze durchführen, stellen Sie sicher, dass keine Personen oder wertvolle Gegenstände in der „Schussbahn“ stehen. Am besten eignet sich Freigelände.
  • Wenn Sie alle Vorkehrungen getroffen haben, sollte nichts mehr schiefgehen – lassen Sie den Korken knallen! Stellen Sie sich darauf ein, dass ein Teil des edlen Tropfens dabei ebenfalls aus der Flasche schießt. Halten Sie direkt ein Glas bereit und stoßen Sie auf Ihren Erfolg an!

Übrigens: Die Angst vor Splittern im Glas ist unbegründet. Durch den Druck innerhalb der Flasche wird nicht nur der Korken herauskatapultiert, sondern auch etwaige Glassplitter. Sammeln Sie den Korken samt Flaschenkopf ein und versehen Sie ihn mit dem Datum – das soll Glück bringen.

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