Glühwein: Alles über das beliebte Heißgetränk

Spätestens im Dezember geht sie wieder los: die Weihnachtsmarktsaison. Da dürfen Glühwein, Punsch und Glögg natürlich nicht fehlen. Aber worin liegt überhaupt der Unterschied, warum macht Glühwein einen Kater und welche Varianten sind derzeit besonders beliebt? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das beliebte Heißgetränk, klären Trends wie Einhorn-Glühwein und verraten leckere Glühweinrezepte.

 

Glühwein, Punsch oder Glögg: Das sind die Unterschiede

Der Gesetzgeber hat klar geregelt, welches Getränk als „Glühwein“ bezeichnet werden darf und welches nicht. In einen klassischen Glühwein gehören demnach mindestens sieben Prozent Alkohol, Rotwein und bestimmte Gewürze wie Zimt oder Orangenschalen. Im Gegensatz zum Glühwein darf Punsch auch aus Fruchtsaft oder Tee bestehen, der wiederum mit Alkohol und Gewürzen versetzt wird. Das Mischverhältnis spielt dabei keine Rolle. Auch die Feuerzangenbowle ist ein Punsch: Ein Zuckerhut wird mit Rum beträufelt und über einem Topf mit gewürztem Rotwein angezündet – der Zucker schmilzt auf spektakuläre Weise und tropft samt Rum in den Topf.
Glögg ist der skandinavische Bruder des Glühweins: Hier werden noch Mandeln und Rosinen als Einlage hinzugefügt. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden – im alltäglichen Sprachgebrauch kommt dieser Unterschied jedoch kaum zum Tragen.

So lange gibt es die Glühwein-Tradition bereits

Übrigens ist das Phänomen Glühwein älter als Weihnachtsmärkte, die für sich bereits ein beachtliches Alter vorweisen können. Während im 14. Jahrhundert erstmals ein Vorläufer unserer heutigen Weihnachtsmärkte erwähnt wurde, kam Glühwein bereits vor über 1.700 Jahren in die Becher. Zumindest, wenn man dem ältesten erhaltenen Kochbuch „De re coquinaria“ („Über die Kochkunst“) glaubt, deren älteste erhaltene Textfassung aus dem 3. oder 4. Jahrhundert stammt. Darin steht, man solle Wein mit Honig erhitzen und ihn mit Pfeffer, Lorbeer, Datteln und Safran würzen.

Glühwein selber machen: Die besten Rezepte

Der Vorteil eines selbst gemachten Glühweins? Sie bestimmen, welche Zutaten in Ihrem Heißgetränk stecken. Denn: Der eine mag lieber roten Glühwein, der andere weißen, besonders süß oder einfach nur fruchtig – Sie entscheiden nach Ihrem persönlichen Geschmack. Glücklicherweise ist ein Glühwein leicht zuzubereiten. Passende Glühweingewürze sind Orangenschalen, Sternanis, Zimt oder Nelken. Auch Ingwer, Kardamom, Vanille oder sogar Rosmarin können einem Glühwein das gewisse Etwas verleihen. Wichtig ist, dass Sie den Glühwein bei der Zubereitung nicht zu stark erhitzen – beim Kochen verliert der Wein nicht nur seinen Alkoholgehalt, sondern auch sein Aroma verändert sich.

Probieren Sie unser Rezept für einen klassischen roten Glühwein aus. Als Basis dient hier ein intensiver Dornfelder Spätburgunder Rheinhesse/Pfalz QbA. Für den winterlichen Geschmack sorgen Zitrone, Orange, Zucker, Nelken und Zimt. Wer seinen Glühwein „mit Schuss“ mag, ergänzt ihn außerdem mit Silverstone Echter Übersee-Rum 40 Prozent. Besonders leichte und fruchtige Glühweine lassen sich wiederum mit unseren Rezepten für weißen Glühwein kreieren. Als Basis dienen hier verschiedene Weißweine oder auch Hessischer Apfelwein, die Sie mit klassischen Glühweingewürzen aber auch Ingwer und Basilikum kombinieren können.

Glühwein-Trends: Roséfarbener Glühwein, Einhorn-Glühwein und Glüh-Gin

Der Kreativität sind auch bei Heißgetränken keine Grenzen gesetzt. Von Saison zu Saison finden wir neue Trends am Glühweinhimmel: Heißer Hugo oder Glüh-Gin, bei dem statt Rotwein und Rum wiederum Apfelsaft und Gin, etwa Wellinghouse Premium London Dry Gin, zum Einsatz kommen, sind zwei beliebte Beispiele. Jetzt wird es allerdings rosa: Roséfarbener Glühwein erobert die Glühweinstände und das Weinsortiment von ALDI SÜD – schließlich ist der ready-to-drink Glühwein nicht nur besonders leicht und fruchtig, sondern die richtige Wahl für alle, die einen leichten Wein mit dezenten Aromen bevorzugen. Besonders bunt wird es mit der neuesten Getränke-Kreation, dem Einhorn-Glühwein. Hier zählt vor allem die Optik, denn neben der Basis aus Rosé-Glühwein, sind es Toppings wie Sahne, bunte Streusel, Marshmallows, Zuckerstangen und Glitzer, die den zuckersüßen Punsch ausmachen.

Glühwein in Zahlen, bitte!

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr 50 Millionen Liter Glühwein auf deutschen Weihnachtsmärkten getrunken. Besonders groß ist die Nachfrage, wenn es draußen fünf Grad Celsius und kälter ist. Zwischen 2,50 Euro und 4 Euro kostet ein Becher mit dem heißen, gewürzten Rotwein. Auf dem Nährwert-Konto schlägt er mit circa 250 Kalorien zu Buche, ein Extraschuss erhöht die Kalorienbilanz. Der Mindestalkoholgehalt liegt bei 7 Volumenprozent – es gibt aber auch Glühweine mit mehr als 14 Prozent Alkoholgehalt. Im Durchschnitt erhöht ein Becher Glühwein den Blutalkoholpegel um 0,25 Promille. Auf mehr als 80 Grad sollte Glühwein nie erhitzt werden.

Darum macht Glühwein einen Kater

Wieso der Brummschädel nach einem ausgiebigen Glühwein-Genuss besonders dröhnt? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Auf Weihnachtsmärkten wird häufig minderwertiger Alkohol verwendet, der ohnehin schneller Kopfschmerzen und Übelkeit verursacht. Häufig sind die Glühweine dort auch mit großen Mengen Zucker versetzt: Der süße Geschmack täuscht nicht nur über den Fusel hinweg, sondern lässt auch den Alkohol schneller ins Blut gehen. Die Wärme des Glühweins fördert den Rausch zusätzlich. Der Magen-Darm-Trakt wird durchblutet und der Alkohol kann sich schneller im Körper ausbreiten. Was hilft? Lieber einen hochwertigen, selbstgemachten Glühwein in Maßen genießen, gut essen und zwischendurch Wasser trinken.

Zu viel Wein? Wir haben die besten Anti-Kater-Tipps für Sie zusammengestellt.

Glühwein-Mythos: Glühwein wärmt – oder nicht?

Mit den ersten Schlucken Glühwein verbreitet sich eine wohlige Wärme im Körper. Je länger Sie jedoch auf dem Weihnachtsmarkt stehen, desto mehr fangen Sie an zu frösteln – da hilft auch der x-te Glühwein nichts. Im Gegenteil: Durch den Alkohol im Glühwein weiten sich die Gefäße in der Haut. Die stärkere Durchblutung empfinden Sie im ersten Moment als warm. Allerdings geht die Wärme so auch ganz schnell über die Haut wieder verloren. Der Körper kühlt schneller aus als sonst und Sie frieren. Am besten Glühwein im Warmen genießen!

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