Heiß geliebt! Alles über Glühwein

Spätestens im Dezember geht sie wieder los: die Weihnachtsmarktsaison. Für viele Besucher darf neben gebrannten Mandeln und Bratwurst auch der Glühwein nicht fehlen. Wenn Sie das nächste Mal auf dem Weihnachtsmarkt sind, können Sie diese heißen Glühwein-Fakten brühwarm servieren!

Glühwein in Zahlen, bitte!

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr 50 Millionen Liter Glühwein auf deutschen Weihnachtsmärkten getrunken. Besonders groß ist die Nachfrage, wenn es draußen fünf Grad Celsius und kälter ist. Zwischen 2,50 Euro und 4 Euro kostet ein Becher mit dem heißen, gewürzten Rotwein. Auf dem Nährwert-Konto schlägt er mit circa 250 Kalorien zu Buche, ein Extraschuss erhöht die Kalorienbilanz. Der Mindestalkoholgehalt liegt bei 7 Volumenprozent – es gibt aber auch Glühweine mit mehr als 14 Prozent Alkoholgehalt. Im Durchschnitt erhöht ein Becher Glühwein den Blutalkoholpegel um 0,25 Promille. Auf mehr als 80 Grad sollte Glühwein nie erhitzt werden: Der Alkohol verdampft und gleichzeitig entsteht ein Zuckerabbauprodukt, das im Verdacht steht, Krebs auszulösen.

Glühwein ist älter als Weihnachtsmärkte!

Im 14. Jahrhundert wurde erstmals ein Vorläufer unserer heutigen Weihnachtsmärkte erwähnt. Glühwein kam bereits vor über 1.700 Jahren in die Becher. Zumindest, wenn man dem ältesten erhaltenen Kochbuch „de re coquinaria“ („Über das Kochen“) glaubt. Darin steht, man solle Wein mit Honig erhitzen und ihn mit Pfeffer, Lorber, Datteln und Safran würzen.

Glühwein ist nicht gleich Glühwein!

Heute finden sich unzählige Rezeptvarianten für einen schmackhaften Glühwein. Bei diesem klassischen Glühwein-Rezept kommt eine Flasche Dornfelder Spätburgunder Rheinhessen/Pfalz Qba sowie Silverstone Echter Übersee-Rum 40 Prozent zum Einsatz. Für den winterlichen Geschmack sorgen Zitrone, Orange, Zucker, Nelken und Zimt. Es finden sich aber auch Varianten mit Weißwein – zum Beispiel unseren Heißen Hugo – oder solche mit Fruchtaromen von Kirschen und Heidelbeeren.

Im Gegensatz zum Glühwein darf Punsch auch aus Fruchtsaft oder Tee bestehen, der mit Alkohol und Gewürzen versetzt wird. Glögg ist der skandinavische Bruder des Glühweins: Hier werden noch Mandeln und Rosinen als Einlage hinzugefügt. Eine Feuerzangenbowle ist vor allem optisch ein Highlight: Ein Zuckerhut wird mit Rum beträufelt und über einem Topf mit gewürztem Rotwein angezündet. Wenn der Zucker schmilzt und samt Rum in den Topf tropft, entsteht ein Glühwein der besonderen Art.

Sie haben diesen Winter Lust auf neue Geschmackserlebnisse? Bereiten Sie zu Hause doch mal einen Glüh-Gin zu: Statt Rotwein und Rum kommen Apfelsaft und Gin, etwa Wellinghouse Premium London Dry Gin, zum Einsatz. Prost!

Glühwein wärmt nicht!

Mit den ersten Schlucken Glühwein verbreitet sich eine wohlige Wärme im Körper. Je länger Sie jedoch auf dem Weihnachtsmarkt stehen, desto mehr fangen Sie an zu frösteln – da hilft auch der x-te Glühwein nichts. Im Gegenteil: Durch den Alkohol im Glühwein weiten sich die Gefäße in der Haut. Die stärkere Durchblutung empfinden Sie im ersten Moment als warm. Allerdings geht die Wärme so auch ganz schnell über die Haut wieder verloren. Der Körper kühlt schneller aus als sonst und Sie frieren. Am besten Glühwein im Warmen genießen!

Glühwein macht einen Kater!

Wieso der Brummschädel nach ausgiebigen Glühwein-Genuss besonders dröhnt? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Auf Weihnachtsmärkten wird häufig minderwertiger Alkohol verwendet, der ohnehin schneller Kopfschmerzen und Übelkeit verursacht. Häufig sind die Glühweine dort auch mit großen Mengen Zucker versetzt: Der süße Geschmack täuscht nicht nur über den Fusel hinweg, sondern lässt auch den Alkohol schneller ins Blut gehen. Die Wärme des Glühweins fördert den Rausch zusätzlich. Der Magen-Darm-Trakt wird durchblutet wird und der Alkohol kann sich schneller im Körper verbreiten. Was hilft? Besser hochwertigen, selbstgemachten trinken Glühwein genießen, gut essen und zwischendurch Wasser trinken!

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