Herbst auf dem Weingut – Höhepunkt des Weinjahres

Der Herbst ist die Zeit der Weinlese – und für den Winzer die spannendste, aber auch die arbeitsintensivste Periode des Jahres. Die Weinstöcke müssen jetzt täglich untersucht und Wettervorhersagen genauestens beobachtet werden, um die Auswahl eines perfekten Erntetermins zu ermöglichen.

Die Sonne hat ganze Arbeit geleistet: Die Trauben werden jetzt immer weicher. Zucker und Aromastoffe haben sich in die Beeren eingelagert. Alles Weitere hängt nun von den klimatischen Voraussetzungen ab: Während ein Riesling noch möglichst viele warme Tage und kühle Nächte braucht, um seine Aromen vollends auszubilden, ist der Spätburgunder Ende September meistens schon pflückreif.

Herbst auf dem Weingut: Jetzt ist die Zeit der Lese

Bei der Lese schneidet der Winzer die reifen Trauben mit einer Schere vorsichtig vom Stiel, sammelt sie in Wannen oder Körben und füllt sie schließlich in einen Traubentransporter um. Dieser bringt die Beeren zum Kelterhaus, wo sie dann weiterverarbeitet werden. Damit aus den Trauben ein guter Wein werden kann, muss Vorsicht und Sorgfalt an den Tag gelegt werden – so dürfen die Wannen und Lesekörbe zum Beispiel nicht zu groß sein und zu vollgepackt werden, damit unten liegende Trauben nicht gequetscht und verletzt werden.

Unbedingt vermeiden: Oxydation

Die Trauben müssen jetzt schnell und möglichst unversehrt auf die Kelter gebracht werden. Austretender Traubensaft oxydiert sehr schnell, was den Geschmack des späteren Weines beeinträchtigen und seine Qualität mindern kann. Je schneller die Trauben gekeltert werden, desto besser: Das Lesegut sollte nach Möglichkeit noch am Tag der Ernte in die Weiterverarbeitung gelangen.

Die Weinlese: ernten bis in den November

Hält sich das Wetter und scheint die Sonne noch hin und wieder, kann sich die Weinlese im Herbst über viele Wochen hinziehen. So mancher Winzer lässt in der Hoffnung auf einen Eiswein seine Trauben auch ganz bewusst länger an den Rebstöcken hängen: Für dessen Ernte braucht er eine Temperatur von -7°C.

Erfahrung gefragt: Die Arbeit im Weinkeller

Auch im Weinkeller gibt es jetzt jede Menge zu tun. Die Weine müssen „begleitet“ werden, um das im Weinberg vorhandene Potenzial zu erhalten oder sogar noch weiter auszubauen – eine Kunst, die sehr viel Erfahrung voraussetzt. Ganz wichtig ist, dass die Gärung bei einer Temperatur von 18-20°C erfolgt – nur so bleiben die Fruchtaromen der Traube erhalten.
Ist die Lese abgeschlossen, brechen für den Rebstock erholsame Zeiten an. Nachdem er die letzten Sonnenstrahlen aufgenommen hat und alle seine Blätter abgefallen sind, darf die wohlverdiente Winterruhe für ihn endlich beginnen.

Auch im Winter liegt für den Winzer viel Arbeit an! Was jetzt alles getan werden muss, lesen Sie in unserem Artikel „Was passiert im Winter auf dem Weingut“.

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