QBA, VDP, DOC – Was bedeuten die Abkürzungen?

Wir sind uns sicher: Sie kaufen Wein nicht, ohne einen Blick aufs Etikett zu werfen. Während Sie die Flaschenaufschrift studieren, ist Ihnen bestimmt schon die eine oder andere Abkürzung untergekommen: AOP, DAC, DOCG und IGT sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Diese Kürzel treffen eine Aussage über die Herkunft des Weins und seine Güteklasse.

AC, AOC und AOP aus Frankreich

Die Abkürzung AOP steht für „Appellation d’Origine Protégée“, also die „geschützte Ursprungsbezeichnung“. Sie finden sie auf französischen Weinflaschen der höchsten Güteklasse. Anbau und Herstellung eines AOP-Weins erfolgt auf traditionelle Weise in einem bestimmten Anbaugebiet (Appellation), das auf dem Etikett angegeben werden muss. Alle Produktionsschritte werden streng überwacht. Vor 2009, als die EU-Weinmarktordnung die Herkunftsbezeichnungen noch nicht vereinheitlicht hat, wurde das Kürzel AOC verwendet: „Appellation d’Origine Contrôlée“, also „kontrollierte Ursprungsbezeichnung“. Die Abkürzung AC wie bei Marquis de Beaucel Crémant de Loire AC gilt in der Regel als Abkürzung von AOC: „Appellation Contrôlée“.

DAC bei Qualitätswein aus Österreich

Die Abkürzung DAC werden Sie nur auf österreichischen Weinen finden, wie etwa bei Edition Leo Hillinger 2016 Grüner Veltliner Weinviertel DAC. DAC steht für die geschützte Herkunftsbezeichnung „Districtus Austriae Controllatus“. Österreichische Qualitätsweine mit diesem Namenszusatz hinter dem Weinbaugebiet werden streng geprüft und entsprechen den typischen Eigenheiten ihres Herkunftsgebiets.

DO, DOC, DOCa, DOCG und DOP in Italien und Spanien

Auch bei italienischen und spanischen Weinen ist die Verwirrung oft groß. Doch eigentlich müssen Sie sich nur ein Kürzel merken: DOP. Bei italienischen Weinen steht es für „Denominazione di origine protetta“ und bei spanischen Weinen entsprechend für „Denominación de Origen Protegida“. DOP kennzeichnet jeweils die höchste Qualitätsstufe von Weinen mit kontrollierter Herkunft in Italien oder Spanien. Die EU-Weinmarktordnung hat 2009 auch hier zu der Vereinheitlichung des Labels „geschützte Ursprungsbezeichnung“ geführt. Trotzdem finden Sie häufig noch die älteren Kürzel auf dem Flaschenetikett, mit dem Weinproduzenten ihre Qualitätsunterschiede deutlich machen wollen. Die italienische Herkunftsbezeichnung DOCG („Denominazione di origine controllata e garantita“) steht für eine höhere Qualität als das Kürzel DOC („Denominazione di oirigine controllata“), beide werden zu DOP zusammengefasst. In Spanien waren früher DOCa („Denominación de Origen Calificada“) sowie DO („Denominación de Origen“) als Güteklassen verbreitet.

IGP: Zweithöchste Klasse in Frankreich, Spanien und Italien

Unter AOP und DOP gibt es noch weitere Güteklassen. Die zweithöchste Qualitätsstufe bei Wein heißt in Frankreich, Spanien und Italien IGP: „Indication Géographique Protégée“ beziehungsweise „Indicación Geogràfica Protegida“ oder „Indicazione geografica protetta“. In Italien ist gleichbedeutend auch das Kürzel IGT („Indicazione geografica tipica“) bekannt.

QbA zeigt deutschen Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete an

Einen deutschen Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete erkennen Sie an dem Kürzel QbA, wie zum Beispiel bei Rhh./Pf. Dornfelder Barrique QbA. QbA-Weine werden besser eingestuft als Land- und Tafelweine, aber nicht so gut wie ein Prädikatswein („Qualitätswein mit Präditkat“ oder QmP). Dennoch sind die Anforderungen an die Herstellung streng geregelt. Die Trauben dürfen beispielsweise nur in bestimmten Anbaugebieten wachsen und müssen bei der Lese über einen festgelegten Reifegrad verfügen.

VDP-Wein von deutschen Spitzenweingütern

Ein Adler ziert das Logo hochwertiger, deutscher Verbandsweine: Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) umfasst circa 200 deutsche Spitzenweingüter, die sich auf hohe Qualitätsstandards in einem eigenen Klassensystem geeinigt haben. Innerhalb dieses Systems gilt die Große Lage als hochwertigste Herkunft: Weine von diesen Weinbergen werden als Großes Gewächs bezeichnet. Darauf deutet das Kürzel „GG“ auf dem Flaschenetikett hin.

Lust auf mehr?

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Halloween-Bowle: Sechs erschreckend leckere Ideen

Rezepte für Halloween-Bowle gesucht? Diese 6 schaurig-schönen Ideen mit Wodka, Sekt & Co. oder ganz alkoholfrei eignen sich perfekt für jede Grusel-Party.

Ausflug im Herbst: Heute geht’s aufs Weingut

Ein tolles Ziel für Ausflüge im Herbst sind die Weinregionen und Weingüter aus denen die Weine von ALDI SÜD stammen. Wir verraten, wo es zu dieser Zeit besonders schön ist.

Bio-Wein: Was machen Bio-Winzer eigentlich anders?

Der Markt für Bio-Wein wächst stetig. Wir verraten, was ihn von konventionell angebautem Wein unterscheidet und welche Bio-Weine ALDI SÜD im Sortiment hat.