QBA, VDP, DOC: Was bedeuten die Abkürzungen?

Wir sind uns sicher: Sie kaufen Wein nicht ohne einen Blick aufs Etikett zu werfen – haben wir Sie ertappt? Dann sind Ihnen sicher auch schon die diversesten Abkürzungen begegnet, die Hinweise auf die Klassifizierung, Herkunft und Qualität der Weine geben. Doch was bedeuten AOP, DAC, DOCG, IGT und Co. genau?

 

QbA: Steht für deutsche Qualität

Die Abkürzung QbA steht für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete und kennzeichnet, wie der Name bereits verrät, einen deutschen Qualitätswein und ein gewisses Anbaugebiet. Die Weine mit dieser Auszeichnung sind qualitativ hochwertiger als gängige Tafelweine. Allerdings setzt das Siegel gewisse Bedingungen voraus wie spezielle Anbaugebiete oder Reifegrade der Trauben. Zudem dürfen mit QbA ausgezeichnete Weine mit Zucker angereichert und so zusätzlich gesüßt werden. Die meisten Weine dieser Klassifizierung stammen aus dem Weinanbaugebiet rund um die Mosel.

QmP: Prädikatswein aus Deutschland

Die höchste Qualitätsstufe für Wein in Deutschland ist der Prädikatswein oder auch QmP, Qualitätswein mit Prädikat, genannt. Er steht für außergewöhnliche Qualität hinsichtlich verschiedener Faktoren wie Rebensorten sowie Traubenreife. Die Trauben müssen ein gewisses Mindestmostgewicht vorweisen, damit Weine dieser Klassifizierung entstehen. QmP-Weine dürfen nach der Gärung übrigens nur durch die Zugabe von frischen Trauben oder Traubenmost zusätzlich gesüßt werden.

VDP: Wein von deutschen Spitzenweingütern

Ein Adler ziert das Logo hochwertiger, deutscher Verbandsweine: Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) umfasst circa 200 deutsche Spitzenweingüter, die sich auf hohe Qualitätsstandards in einem eigenen Klassensystem geeinigt haben. Innerhalb dieses Systems gilt die Große Lage als hochwertigste Herkunft: Weine von diesen Weinbergen werden als Großes Gewächs bezeichnet. Darauf deutet das Kürzel „GG“ auf dem Flaschenetikett hin.

DAC: Das Qualitätssiegel von Österreich

Das Kürzel DAC steht für die geschützte Herkunftsbezeichnung österreichischer Weine – Districtus Austriae Controllatus. Das heißt, österreichische Qualitätsweine mit diesem Namenszusatz auf dem Etikett wurden streng geprüft und sind authentische Vertreter ihres Herkunftsgebietes.

AOP: Spitzenreiter in Frankreich

Sie suchen einen hochwertigen, französischen Wein? Dann greifen Sie zu einem Produkt mit der Angabe AOP. Denn die Abkürzung AOP steht für Appellation d’Origine Protégée, also die sogenannte „geschützte Ursprungsbezeichnung“ und gibt auf französischen Weinflaschen die höchste Güteklasse an. Anbau und Herstellung eines AOP-Weins erfolgt auf traditionelle Weise in einem bestimmten und nachgewiesenen Anbaugebiet (Appellation), das auf dem Etikett angegeben werden muss. Alle Produktionsschritte wie Rebsorten, Anbau oder auch Ertrag werden übrigens streng überwacht, um eine konstant hohe Qualität zu gewährleisten.

AC und AOC aus Frankreich: Alte Namen, stets bewährt

Vor 2009, als die EU-Weinmarktordnung die Herkunftsbezeichnungen noch nicht vereinheitlicht aufgeführt hat, wurde das Kürzel AOC anstelle von AOP verwendet. Appellation d’Origine Contrôlée gab an, dass die auf dem Etikett angegebene Herkunft des Weines kontrolliert und geprüft wurde. Die Abkürzung AC wie bei Marquis de Beaucel Crémant de Loire AC steht für die selbe Bezeichnung. Beide Abkürzungen wurden von dem neuen Label AOP abgelöst.

DOP: Herausragende Weinqualität aus Italien und Spanien

Auch bei italienischen und spanischen Weinen ist die Verwirrung oft groß, weil es gleich mehrere sehr ähnlich klingende Abkürzungen gibt. Doch eigentlich müssen Sie sich nur ein Kürzel merken: DOP. Bei italienischen Weinen steht es für den Begriff Denominazione di origine protetta und bei spanischen Weinen für das Landespendant Denominación de Origen Protegida. DOP kennzeichnet jeweils die höchste Qualitätsstufe von Weinen mit kontrollierter Herkunft in Italien und Spanien. Die EU-Weinmarktordnung hat 2009 auch hier die Vereinheitlichung des Labels „geschützte Ursprungsbezeichnung“ veranlasst. Vor der neuen Ordnung gab es statt der zusammenfassenden Bezeichnung DOP zwei Klassifizierungen – DOC und DOCG – die den jeweiligen Qualitätsstatus des angebauten Weins kennzeichneten. Da es sich bei DOCG um eine höhere Qualitätseinstufung handelt als bei DOC dürfen diese Kürzel auch heute noch als zusätzliche Hinweise auf den Weinetiketten stehen – gleich neben der neuen Abkürzung wie DOP DOCG.

DOCG: Die besten Anbauregionen Italiens

Die italienische Herkunftsbezeichnung DOCG (Denominazione di origine controllata e garantita) steht für die höchste Qualitätsstufe bei Weinen. Diese Auszeichnung wurde bislang Weingebieten mit herausragendem Erwerb verliehen. Ein Merkmal der DOCG-Weine ist es, dass sie noch im jeweiligen Anbaugebiet gekeltert werden müssen und nicht in ein anderes Gebiet abtransportiert werden dürfen. Man kann DOCG-klassifizierte Weine qualitativ mit deutschen Prädikatsweinen vergleichen.

DOC: Qualitätswein aus Italien

Das Kürzel DOC (Denominazione di oirigine controllata) gibt im Vergleich zu DOCG eine niedrigere Qualitätsstufe an, allerdings handelt es sich hier noch immer um die zweithöchste Klassifizierung bei italienischen Weinen. Die Nennung bezieht sich auf spezielle Weine kontrollierter Anbaugebiete – unter anderem stehen hier Rebsorten, Lage, Bodenbeschaffenheit, Ertragsmengen sowie Produktion unter Beobachtung.

DOCa: Höchste Qualität aus Spanien

In Spanien galt DOCa (Denominación de Origen Calificada) bis zur EU-Weinmarktordnung 2009 als die höchste Qualitätsstufe für spanische Weine mit garantiertem Ursprung. Die erste Region, die mit dieser Klassifizierung ausgezeichnet wurde, war übrigens Rioja.

DO: Gibt die spanische Herkunft an

DO steht für Denominacion de Origen und gibt schlichtweg einen Hinweis auf die Herkunft spanischer Weine aus einem bestimmten Anbaugebiet, indem die Abkürzung vor der Produktionsstätte auf dem Etikett steht.

IGP: Zweithöchste Klasse in Frankreich, Spanien und Italien

Die zweithöchste Qualitätsstufe bei Weinen in Frankreich, Spanien und Italien nennt sich IGP (Indication Géographique Protégée). In Italien ist außerdem das gleichbedeutende Kürzel IGT gängig (Indicazione geografica tipica). Weine mit dieser Zusatzinformation wurden entweder in einer spezifischen Region hergestellt, verarbeitet oder gekeltert. Bei der Produktion zu einem IGP-Wein werden Reben verwendet, die bei DOC /DOCG-Weinen, wegen der strengen Produktionsrichtlinien nicht einbezogen werden dürfen. IGP-Weine sind das südländische Pendant zu deutschen Landweinen.

Die Welt liebt Tafelwein

VDT (Vino da Tavola) – was so poetisch klingt, ist nichts anderes als gängiger Tafelwein. Die beliebten Weine gibt es in vielen Ländern wie Österreich, Deutschland und Frankreich. Sie werden meist ohne starke Kontrollen hergestellt, zudem werden die Reben ohne geographische Grenzen angebaut und somit meist auf großen Flächen kultiviert. Deshalb gibt das Etikett eines Tafelweines keine genaue Region oder Rebsorte an, auch Jahrgänge dürfen nicht genannt werden.

Weinwissen im Überblick: Diese Abkürzungen sind entscheidend

AOP = Appellation d’Origine Protégée / Frankreich / höchste Auszeichnung
AC/ AOC = Appellation d’Origine Contrôlée / Frankreich / Vorherige Version von AOP
DAC = Districtus Austriae Controllatus / Österreich / Qualitätswein
DOP = Denominazione di origine protetta / Italien & Spanien / Höchste Auszeichnung
DOCG = Denominazione di origine controllata e garantita / Italien / Vorherige Version von dem heutigen DOP
DOC = Denominazione di oirigine controllata / Italien/ Vorherige Version; eine Qualitätskategorie unter DOCG
DO = Denominacion de Origen / Spanien / Herkunftsbezeichnung Wein DOCa= Denominazione di origine controllata e garantita / Spanien / Ehem. höchste Qualitätsstufe
IGT/ IGP = Indication Géographique Protégée / Frankreich, Spanien, Italien / Zweithöchste Auszeichnung
QmP = Qualitätswein mit Prädikat / Deutschland / Höchste Auszeichnung
QbA = Qualitätswein / Deutschland / Zweithöchste Auszeichnung
VDT = Vino de Tavola / Tafelwein / Geringste Qualitätsstufe
VDP = Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter

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