So entsteht der Geschmack im Wein

Ein Wein kann süß, bitter oder sauer schmecken. Manchmal schmecken Sie sogar Aromen von Apfel, Mandel oder Pfeffer heraus. Doch wie entsteht eigentlich der Geschmack im Wein? Und wieso schmeckt jeder Wein anders? Hier lesen Sie die Antworten!

Jeder Schritt der Weinherstellung beeinflusst den Geschmack

Man nehme Wasser, Alkohol, ein wenig Säure und ein bisschen Süße – schon hat man einen Wein. Ganz so einfach ist die Sache mit Geschmack im Wein nicht. Und trotzdem viel weniger komplex, als Sie vielleicht denken. Denn die vielen Aromen, die Sie vor allem bei einem hochwertigen Wein schmecken können, sind nicht etwa zugesetzt. Der Geschmack von Wein entsteht auf natürliche Weise.

Natürliche Geschmacksgrundlage: der Weinstock

Die Grundlage des Geschmacks stellt der Weinstock dar: Um welche Rebsorte handelt es sich? In welchem Boden wurzelt er? Wie viel Sonne und Regen bekommen die Trauben ab? Während die Beeren reifen, bilden sich in ihnen Zucker und Säuren. Jede Rebsorte entwickelt dabei ihre eigene Zusammensetzung, die auch abhängig von der Beschaffenheit des Bodens ist. Die Sonneneinstrahlung begünstigt die Reifung: Je reifer die Beeren bis zur Lese werden, desto höher der Zuckergehalt und desto geringer der Säureanteil. Der Wein schmeckt dann besonders kräftig.

Wie wird aus den Trauben Wein?

Doch bevor aus den Trauben Wein wird, müssen sie geerntet und verarbeitet werden. Wird nur der Traubensaft zu Wein ausgebaut, entsteht Weißwein. Gärt der Most mitsamt der Maische, erhält der Winzer Rotwein. Der Geschmack ist dann zusätzlich durch die Tannine geprägt, die aus den Fruchtschalen und -kernen stammen. Rotweine wirken am Gaumen deshalb häufig samtig bis pelzig.

Zusammenspiel von Zucker, Säure und Alkohol

Während der Gärung wandeln Hefebakterien den Zucker in Alkohol um. Stoppt der Winzer den Gärprozess, bleibt Restzucker im Wein zurück. Der Wein hat dann einen süßen Geschmack und gilt beispielsweise als halbtrocken oder lieblich. Durch einen hohen Alkoholgehalt kann ein trockener Wein jedoch sehr mild schmecken. Und bei hohem Säureanteil schmecken selbst süße Weine wie ein halbtrockener Rebensaft.

Reifung und Lagerung beeinflussen das Aroma

Unterschiedliche Geschmacksnuancen entstehen auch durch die Art des Ausbaus: Gärt der Wein in einem Metalltank, erhält er ein anderes Aroma als beim Ausbau in einem Holzfass. Das Naturmaterial gibt seine holzigen, erdigen Noten an den Wein ab.

Die Dauer der Lagerung wirkt sich ebenfalls auf den Wein aus: Manche junge Weine schmecken noch nicht ausgewogen, reife Tropfen können an Ausdruck verlieren.
Im schlimmsten Fall wirken sich Weinfehler negativ auf den Geschmack des Weins aus, wie hier beim Weinfehler Kork beschrieben.

Stellen Sie Ihren Geschmackssinn doch mal wieder auf die Probe: Welcher Wein aus unserem ALDI SÜD Sortiment ist eine Gaumenfreude für Sie?

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