Trocken oder lieblich? So finden Sie Wein, der Ihnen schmeckt

Wir schlagen das Weinlexikon heute bei G wie Geschmack auf. Denn dieser trägt natürlich entscheidend dazu bei, ob wir einen Wein gern trinken oder nicht. Auf einem Weinetikett finden Sie bereits entsprechende Hinweise: feinherb, lieblich, trocken, halbtrocken und süß bezeichnen die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen beim Wein. Wir erklären, was die einzelnen Begriffe bedeuten.

Die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen beim Wein

Lieblich, trocken, halbtrocken, feinherb, süß. Bei den vielen Bezeichnungen kann einem schon mal der Kopf schwirren. Wir schaffen Klarheit und helfen Ihnen, einen Wein nach Ihrem Geschmack zu finden – zum Beispiel auch mit unserem Weinberater.

Trocken: Herber Weingenuss ohne Süße

Einen Wein als trocken zu bezeichnen, klingt erst einmal widersprüchlich. Dahinter steckt das typische Geschmackserlebnis: Ein trockener Rebensaft weist keine oder kaum Süße auf. Der Restzuckergehalt darf per Gesetz bei höchstens vier Gramm pro Liter liegen, um den Wein als trocken zu deklarieren. Eine Ausnahme besteht bei einem bestimmten Verhältnis von Restzucker und Säure: Maximal neun Gramm Restzucker pro Liter sind erlaubt, wenn der Säuregehalt bei 7 Gramm pro Liter liegt. Die Säure darf bei einem trockenen Wein höchstens zwei Gramm unter dem Restzuckergehalt pro Liter liegen.

Die Säure ist bei einem trockenen Wein deutlich erkennbar. Er eignet sich für Weintrinker, die einen herben Geschmack schätzen. Einige Schaumweine werden auch als extra trocken bezeichnet. Insbesondere bei Champagner und Crémant, fällt die fehlende Restsüße auf. Hier ist die Bezeichnung brut gängig.

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Halbtrocken: Leichte Süße mit feiner Säure

Enthält der Wein zwischen 10 und 18 Gramm Zucker pro Liter, gilt er als halbtrocken. Auch hier spielt die Säure eine entscheidende Rolle: Der Restzuckergehalt darf höchstens 10 Gramm höher liegen als der Säuregehalt. Die Süße ist im Vergleich zu einem trockenen Wein viel deutlicher herauszuschmecken. Doch wie bei jedem Wein bestimmen mehrere Faktoren das sensorische Empfinden: Ein höherer Alkoholgehalt sorgt für einen süßen Geschmack, selbst wenn der Restzuckergehalt eher gering ist. Ein hoher Säuregehalt kann einen halbtrockenen Wein wie einen trockenen wirken lassen. Probieren Sie es aus! In Deutschland sind halbtrockene Weine besonders beliebt.

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Feinherb: Nicht halbtrocken, nicht lieblich

Die Geschmacksbezeichnung feinherb ist kein von der EU anerkannter Begriff und bestimmten Analysewerten unterworfen. Der Begriff ist typisch deutsch. Er trifft vor allem auf Rieslinge zu und hat sich erst in den vergangenen Jahren in der deutschen Weinwelt etabliert. Der Restzuckergehalt eines feinherben Weins gleicht dem eines halbtrockenen: maximal 18 Gramm Zucker pro Liter. Geschmacklich lassen sich feinherbe Weine zwischen halbtrockenen und lieblichen Weinen einordnen: Beim Probieren erscheint zunächst die herbe Note eines trockenen Weins. Im Abgang zeigt sich dann die feine Restsüße, die dem Wein einen fruchtigen Charakter verleiht. Ein feinherber Wein ist perfekt für Sie, wenn Sie eigentlich gern trockene Weine trinken, hin und wieder aber auch nichts gegen ein wenig Süße einzuwenden haben.

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Lieblich: Angenehm süßliches Aroma

Wenn Sie etwas als lieblich beschreiben, spricht es Ihre Sinne an. Sie meinen damit eine anmutige Frau, ein entzückendes Kind oder eben einen Wein, der angenehm süßlich schmeckt. Liebliche Weine enthalten mehr als 18 Gramm Restzucker. Die Obergrenze für die Restsüße liegt bei 45 Gramm Zucker pro Liter. Wer von dem kräftigen Geschmack trockener Weine gar nicht angetan ist, sollte zunächst einen lieblichen Wein probieren und sich dann langsam an die halbtrockenen Vertreter herantasten. Probieren geht schließlich über Studieren.

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Süß: Perfekt zum Dessert oder als Kontrast zu Herzhaftem

Enthält ein Wein mehr als 45 Gramm Zucker pro Liter wird er als süß bezeichnet. Dabei kann der Zuckeranteil sogar auf über 200 Gramm pro Liter ansteigen. Zum Vergleich: Limonaden beginnen bei 50 Gramm Zucker pro Liter. Bei vielen Weintrinkern sind süße Weine zu Unrecht verpönt. Leicht gekühlt passen sie hervorragend zu Desserts oder herzhaften Snacks wie Nüssen und würzigem Käse.

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