Was ist eigentlich ein Barrique?

Bei den vielen Fachbegriffen der Weinwelt kann man schon einmal den Überblick verlieren. Was war eigentlich nochmal ein Barrique? Ein Eichenfass, das haben Sie vielleicht schon gehört. Aber was heißt es eigentlich, wenn Wein im Fass ausgebaut wird? Wir erklären Ihnen, wie die Verbindung mit Holz aus einem herkömmlichen Wein etwas ganz Besonderes macht.

Wein will Barrique

„Dieser Wein wurde im Holzfass ausgebaut.“ – Alle, die schon einmal an einer Weinprobe teilgenommen haben oder beim Weinkauf beraten wurden, haben diesen Satz schon gehört. Barrique ist angesagt: Momentan erleben wir einen wahren Barrique-Boom! Doch was steckt eigentlich hinter der wohlklingenden französischen Vokabel?

Das Wort barrique bedeutet übersetzt „Fass“. Denn Barrique ist ein spezieller Fass-Typ, dessen Holz von Eichen aus Bordeaux gewonnen wird. Diese Fässer dienen zum Ausbau von Rot- und Weißwein und werden in der Lagerung verwendet, wo der Wein weiter reifen kann. Sie verleihen den edlen Tropfen eine dezente Holznote. Die Franzosen sind dementsprechend in der Herstellung von Barriquewein (kurz auch einfach „Barrique“) richtige Profis – sie wenden dieses Verfahren seit mehr als 200 Jahren an. Vor etwa 30 Jahren begannen auch die ersten deutschen Winzer, mit Barriquefässern zu experimentieren. Das Holz dafür stammt häufig von den Bäumen aus dem Pfälzer Wald. Die Fässer gibt es in den unterschiedlichsten Größen, häufig wird jedoch das Bordelaiser Schiffsmaß mit einem Fassungsvolumen von 225 Litern zugrunde gelegt.

Wein & Holz – eine aromatische Begegnung

Viele können sich die spezielle Verbindung von Holz und Wein nicht vorstellen und verzichten auf das einmalige Geschmackserlebnis. Richtig ist: Nicht jeder Wein ist für die Reifung im Barrique geeignet. Kräftige Rebsorten von hoher Qualität, wie z. B. Dornfelder, Spätburgunder oder Chardonnay, profitieren von dem Aroma. Denn die Barriquefässer werden vor dem Verschließen über einer offenen Feuerstelle angeröstet. Dieses sogenannten „Toasting“ wurde durch Zufall in Frankreich erfunden: Winzer, die ihre Weine in der Nähe des Meeres herstellten, verwendeten häufig Heringsfässer von Fischern für den Weinausbau. Um den strengen Fischgeruch loszuwerden, rösteten sie die Fässer von innen an. Durch dieses Verfahren wird ein leichtes Vanille- und Röstaroma freigesetzt, das die Weine bei der Gärung aufnehmen. Typische Geschmackstöne im Zuge dieses Toastings sind auch Kaffee, Trüffel, Schokolade oder Karamell.  Je älter der Wein wird, desto mehr nimmt der intensive Geschmack wieder ab. Leider können die Holzfässer nur zwei- bis dreimal gebraucht werden: Bereits durch eine einmalige Verwendung verliert das Barrique-Fass einen Großteil seiner Aromen.

Dezent-würzig und ein wenig rau schmeckt zum Beispiel der Bordeaux Supérieuer Barrique von ALDI SÜD – vollendet durch eine sechsmonatige Reifung im Eichenholzfass. Barrique-Neulinge und -liebhaber sollten diesen Wein unbedingt probieren und sich von der Magie des Barrique mitreißen lassen.

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