Was passiert im Winter auf dem Weingut?

Wenn die Traubenlese am Ende des Herbstes abgeschlossen ist und die Weine in den Tanks und Fässern im Weinkeller reifen, gibt es dann überhaupt noch etwas auf dem Weinberg zu tun? Wir haben nachgefragt – bei Raimund Prüm, Winemaker aus Bernkastel Kues an der Mosel und klären wichtige Fachbegriffe rund um winterliche Aufgaben eines Winemakers.

Raimund Prüm

Raimund Prüm ist ein anerkannter Riesling-Spezialist aus der Moselregion. Unter dem Label „R. Prüm“ stellt er exklusiv für ALDI SÜD hochwertige und aromatische Premiumweine her.

Herr Prüm, was machen Sie als Winemaker eigentlich im Winter?

Auch im Winter kommt ein Weingut nicht zur Ruhe. Zwar ist es dann etwas ruhiger als während der Lese, aber es gibt trotzdem allerhand zu tun. Die Grundlage für das nächste Jahr muss geschaffen werden, dazu gehört zum Beispiel die Kontrolle der Anlagen, die Vorbereitung des Rebschnittes, die Erneuerung der Pfähle und vieles mehr. Ich nutze die Zeit auch, um die Vermarktung meiner Weine voranzutreiben, zum Beispiel mit der Erstellung eines Newsletters. Eine besonders wichtige Aufgabe in der Winterzeit ist es, den frisch geernteten Wein im Verlauf seiner Gärung zu kontrollieren. Denn das, was das ganze Jahr über draußen gepflegt wurde, soll schließlich auch optimal beim Kunden ankommen.

Haben Sie trotzdem im Winter Zeit, Urlaub vom Weingut zu machen?

Auch wenn es im Winter etwas ruhiger ist, reicht die Zeit für einen richtigen Urlaub meist nicht. Wenn die Ernte abgeschlossen ist, entspanne ich bei Spaziergängen im Wald und in freier Natur. Das ist meine Zeit, um die Seele baumeln zu lassen. Aber auch der Blick auf die Weinberge ist wie Urlaub für mich.

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Welche Zeit ist Ihnen am liebsten, die Winter- oder die Sommersaison auf dem Weingut?

Eigentlich beide, denn sowohl die Sommer- als auch die Wintersaison sind spannend. Im Sommer ist es oft hektisch und aufgrund der Hitze unmöglich, tagsüber draußen in den Weinbergen zu arbeiten. Also fällt die Arbeit ganz früh morgens oder spät abends an. Im Winter steht die Entwicklung der Weine im Weinkeller im Vordergrund. Außerdem geht es an die Füllplanung – eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl erfordert. Denn als Winemaker muss ich den richtigen Zeitpunkt der Abfüllung bestimmen.

Wann geht es in den Weinbergen wieder richtig los?

Nach der Winterpause, also etwa im März, geht es wieder mit Volldampf los. Dann werden die fertigen Weine aus den Fässern und Tanks in Flaschen abgefüllt und die wichtige Arbeit auf den Weinbergen beginnt erneut. Denn der Grundstein für die Qualität eines Weines wird selbstverständlich im Weinberg gelegt.

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Weinherstellung: Das gibt es im Winter für den Winzer zu tun

Im Winter arbeitet der Winzer daran, dass sich die gute Qualität der Ernte auch im fertigen Wein widerspiegelt. Die Weine reifen in den Kellerräumen des Weinguts und der Winzer überprüft, ob sich Aroma und Struktur der Weine richtig entwickeln. Tatsächlich bewegt sich dieser Vorgang zwischen technischen Prozessen wie der Gärung oder Abstich und der Lagerung oder Ruhezeit der Weine. Erfahren Sie mehr: So funktioniert die Weinherstellung Schritt für Schritt.

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