Wein und unsere Gesundheit: Genießen erlaubt

Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren – so lautet ein altbekanntes Sprichwort. Wer Wein ganz bewusst und vor allem in Maßen genießt, tut sich und seiner Gesundheit damit keinen Schaden an – einige Dinge sollten Sie dennoch beachten!

Zuerst einmal eine gute Nachricht: Der moderate Genuss von Wein kann vor einem Herzinfarkt schützen – das gilt heute als erwiesen. Verantwortlich dafür sind sogenannte Polyphenole, die sich in der Haut von Trauben befinden und die in besonders hoher Konzentration in Rotwein enthalten sind. Während der Winzer die Traubenschalen samt ihrer wertvollen Pflanzenstoffe beim Keltern von Weißwein unmittelbar nach dem Pressen entfernt, werden die Schalen bei der Herstellung von Rotwein zur Extraktion aromatischer Substanzen genutzt. Die Polyphenole gelangen damit in den Wein.

Es ist vor allem das Zusammenspiel von Polyphenolen und Alkohol, das sich auf unseren Organismus positiv auswirkt. So wird die zellschützende und damit krebsvorbeugende Wirkung des wichtigsten Polyphenols Resveratrol und der gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Effekt des Polyphenols Catechin durch den Alkohol unterstützt – er sorgt dafür, dass der Körper diese Stoffe besser aufnehmen kann. Zudem ist Alkohol, natürlich in verantwortungsbewussten Mengen genossen, auch noch in der Lage, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.

Wie viel Wein darf es denn nun sein?

Für ein gesundheitlich unbedenkliches Maß an Alkohol gibt es in verschiedenen Ländern völlig unterschiedliche Empfehlungen. In Portugal oder Italien hält man bei Männern einen Alkoholkonsum erst ab 40 Gramm täglich für riskant – in Deutschland raten Mediziner Männern dazu, bei 20 Gramm Alkohol das Glas abzusetzen. In Frankreich gilt sowohl für Männer als auch für Frauen ein Richtwert von 30 Gramm, in den USA ist bei Männern eine Menge von 28 Gramm, bei Frauen von 14 Gramm Alkohol vertretbar.

Ein Glas Wein, zwei oder lieber keines?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) drückt es etwas klarer aus: Sie empfiehlt Männern, täglich nicht mehr als zwei Gläser Wein zu trinken und Frauen nicht mehr als ein Glas. Da Weintrinker in der Regel Genießer sind, ist ein übermäßiger Alkoholkonsum hier ohnehin eher die Ausnahme. Achten Sie dennoch auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Wein und auch sonst auf eine gesunde Lebensweise. Natürlich gilt: Für Schwangere, stillende Frauen und Heranwachsende ist Alkohol in jeder Menge tabu! Wer Medikamente einnimmt oder gesundheitliche Bedenken hat, sollte sich vorab einmal beim Hausarzt Rat einholen.

Macht Wein eigentlich dick?

Ganz klar: Wein ist kein Wasser und damit natürlich auch ein Kalorienträger. Dennoch macht Wein, in Maßen genossen, nicht dick: 200 ml Weiß- oder Rotwein, das entspricht einem Glas, schlagen mit etwa 130 Kalorien zu Buche. Was uns hingegen zunehmen lässt, sind die Snacks und Leckereien, die wir häufig zum Wein verzehren. Dafür gibt es einen guten Grund: Da der im Wein enthaltene Alkohol zuerst verdaut wird, sinkt beim Weintrinken der Blutzuckerspiegel – wir bekommen Hunger. Der Körper verlangt nach Alkohol fast immer nach Fetthaltigem und Salzigen – zum Beispiel Nüssen oder Knabbergebäck. 100 Gramm Erdnüsse, etwa eine halbe handelsübliche Dose, punkten mit ganzen 600 Kalorien, einer Zahl, die einem ganzen Liter Weißwein entspricht. Um beim Weintrinken ein Kalorieninferno zu vermeiden können Sie jedoch einiges tun:

  • Trinken Sie gegen den Durst zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser.
  • Essen Sie vor oder während des Weingenusses etwas Reichhaltiges: Der Appetit auf kalorienreiche Snacks ist dann nicht mehr so groß.
  • Setzen Sie sich ein Limit beim Essen und Trinken – und halten Sie dieses auch ein.

Sie möchten Genaueres über das Thema „Wein und Kalorien“ wissen? Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Wie viele Kalorien stecken in einem Glas Wein“.

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