Was verrät mir die Weinflasche?

Blumig, fruchtig, spritzig, säurearm und noch vieles mehr: Über den Geschmack von Wein wird viel geredet. Doch haben Sie sich schon mal Gedanken über die Weinflasche gemacht und das, was Sie Ihnen über den feinen Tropfen im Inneren verrät? Wir gehen der Sache auf den Grund und zeigen Ihnen, dass die Weinflasche viel mehr ist als eine praktische Verpackung mit hübschem Etikett.

Was sagt mir die Flaschenform über den Wein?

Weinflasche ist nicht gleich Weinflasche. Das merken Sie schnell, wenn Sie Ihren Blick einmal durch das Weinregal schweifen lassen. Während die einen eher bauchig sind, kommen die anderen Flaschen ganz schlank und schmal daher. Doch was hat es mit diesen Unterschieden eigentlich auf sich? Zuallererst das Wichtigste: Auf den Geschmack hat die Form der Weinflasche keinen Einfluss. Sie gibt aber einen spannenden Einblick in die Geschichte des Weins und außerdem Orientierung in Sachen Weinsorten und Anbauregionen.

Als im 18. Jahrhundert die ersten Weinflaschen aufkamen, sahen sie noch ganz anders aus als heute – sehr bauchig, mit dickem Boden und aus schwarzem Glas. Das änderte sich jedoch, als man die Seitenlage als optimale Lagerungsmethode für Weinflaschen entdeckte. Da hierzu die Flaschen natürlich viel schlanker sein mussten, gingen die Winzer schon Anfang des 19. Jahrhunderts zu den noch heute üblichen viel schmaleren Flaschenformen über. Auch wenn mit den Formen und Größen der Weinflaschen immer wieder experimentiert wird, setzen die meisten Weinhersteller mittlerweile auf die folgenden drei Varianten:

1) Die Burgunderflasche

Die Burgunderflasche kennt man seit dem 19. Jahrhundert. Von den drei heute üblichen Flaschenformen ist sie damit die älteste. Wenn Sie nicht gerade einen Burgunder in der Hand halten, erkennen Sie die Burgunderflasche daran, dass sie nach dem Hals flach abfällt und ihr die sogenannten „Schultern“ fehlen. Aber nicht nur die verschiedenen Burgundersorten fühlen sich in dieser Flaschenform wohl, auch Pinot Noir und Chardonnay werden klassischerweise in Burgunderflaschen abgefüllt.

2) Die Bordeauxflasche

Die Bordeauxflasche ist kurz nach der Burgunderflasche erfunden worden und damit ebenfalls ein echter Klassiker unter den Weinflaschen. Anders als die Burgunderflasche hat die Bordeauxflasche sehr ausgeprägte „Schultern“, an denen sie leicht zu erkennen ist. Auffällig ist auch ihre leichte Wölbung am Boden, die das Aufwirbeln etwaiger Ablagerungen beim Einschenken verhindern soll. Unser Tipp: Stellen Sie einen Bordeaux immer rechtzeitig vor dem Trinken aufrecht hin! Neben dem Bordeaux bevorzugen auch viele weitere Weinsorten diese Flaschenform, unter anderem Cabernet Sauvignon, Merlot und Sauvignon Blanc.

3) Die Schlegelflasche

Die Wurzeln der Schlegelflasche liegen in Deutschland. Sie wird häufig für den typischen deutschen Riesling verwendet, weshalb sie in manchen Regionen auch Rieslingflasche genannt wird. Aber auch Gewürztraminer und Elbling sind in der Schlegelflasche heimisch. Optisch ist sie noch schlanker als die Burgunderflasche und daher leicht zu erkennen. Angeblich hat sich die filigrane Form deshalb entwickelt, weil die Flaschen früher in kleineren Schiffen auf dem Rhein transportiert wurden. Je schlanker die Flaschen waren, desto mehr passten aufs Schiff. Burgunder und Bordeaux wurden hingegen meist auf hoher See nach England verschifft und mussten deshalb viel robuster sein.

Und welche Rolle spielt die Flaschenfarbe?

Grün, braun und weiß – das sind heute die klassischen Farben für Weinflaschen. Mit der Qualität des Weins hat die Farbe grundsätzlich nichts zu tun, sondern eher mit der Lagerung. Weine mit Lagerungspotenzial finden Sie deshalb fast immer in grünen oder braunen Flaschen, während junge, spritzige Weine meistens in weiße Glasflaschen abgefüllt werden. Bei der Schlegelflasche konnte man früher anhand der Flaschenfarbe außerdem erkennen, woher der Wein kam. Während an der Mosel zum Beispiel hauptsächlich grüne Exemplare verwendet wurden, nutzten die rheinischen Weinbauern eher die braune Variante. Das wird aber schon lange nicht mehr so strikt gehandhabt, sodass auch hier die Weinflasche heute nur noch wenig über die Herkunft verrät.

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