Alles über Whisky: 7 Fragen und Antworten

Die Whisky-Herstellung ist eine besondere Kunst: Vom Getreidekorn bis zum fertigen Whisky ist ganz viel Leidenschaft, Geduld und Liebe zum Detail gefragt. Kein Wunder, dass das „Wasser des Lebens“, so die Bedeutung seines gälischen Namens, auf der ganzen Welt so viele Liebhaber hat. Wie beim Wein wird auch der Geschmack des Whiskys durch seine Herkunft beeinflusst. Die wichtigsten Fragen zu der goldfarbenen Spirituose beantworten wir hier.

 

Was genau ist eigentlich Whisky?

Whisky ist ein Destillat aus drei Rohstoffen: Getreide, Hefe und Wasser. Diese werden – je nach Whiskysorte, Herkunftsland und Brennerei in einem aufwändigen Verfahren verarbeitet: Nach der Gärung muss der Whisky dann noch mehrere Jahre lang in Fässern reifen. Die Länder, in denen der meiste Whisky hergestellt wird, sind Schottland, die USA, Kanada und Japan – inzwischen gibt es aber auch in Deutschland einige Whiskyproduzenten, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen.

„Whisky“ oder „Whiskey“ – was ist denn nun richtig?

Beides! Ob ein Whisky ein „e“ in seinem Namen trägt oder nicht, hängt von seiner Herkunft ab. Erzeugnisse aus den USA oder Irland heißen in der Regel „Whiskey“, Produkte aus Schottland und Japan nennen sich „Whisky“. Für alle anderen Länder gilt: Abhängig davon, in welcher Tradition sich die Hersteller sehen, fällt auch die Bezeichnung ihrer Whisk(e)ys aus. In Indien zum Beispiel – ein Land, aus dem einige der meistverkauften Whiskys der Welt stammen – hat man sich für die Schreibweise ohne ein „e“ entschieden.

Wie unterscheiden sich Whiskys verschiedener Herkunft?

Weltweit bekannt und beliebt ist der Scotch, der Whisky aus Schottland, der in den unzähligen Destillerien des Landes produziert wird. Das Ursprungsprodukt trägt den Namen „Single Malt Whisky“ und wird aus Gerstenmalz hergestellt. Schottischer Scotch schmeckt kräftig und aromatisch, in Irland produzierter Scotch ist in der Regel etwas leichter und fruchtiger. Die Herstellung amerikanischen Whiskys wurde von den ins Land eingewanderten Iren übernommen – da Gerste im 19. Jahrhundert nicht im großen Stil angebaut wurde, braute man ihn aus Mais. So entstand der Bourbon. Er muss mindestens zur Hälfte auf Mais basieren. Wird der Bourbon über Holzkohle gefiltert, nennt man das Ergebnis „Tennessee-Whisky“. Ein Whisky, bei dem der Maisanteil durch Roggen ersetzt wurde, wird als „Rye-Whisky“ bezeichnet.

Wie alt sollte ein guter Whiskey sein?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Für den Geschmack des Whiskys ist maßgeblich eine jahrelange Reifung in Eichenholzfässern verantwortlich. Während der Reifung entzieht der Whisky dem Holz seine Aromen und wird im Laufe der Zeit immer ausgewogener. Wegen eines Mindesthaltbarkeitsdatums brauchen sich Whiskyfreunde übrigens keine Sorgen zu machen: Ein ungeöffneter Whisky hält bei guter Lagerung mindestens zehn Jahre.

Wie wird Whisky am besten gelagert?

Whisky sollte immer trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Ebenfalls wichtig: Die Flaschen unbedingt im Stehen aufbewahren! Ist der Korken dauerhaft im Kontakt mit dem hochprozentigen Alkohol, besteht die Möglichkeit, dass er sich nach und nach auflöst. Wurde die Flasche bereits geöffnet, sollte er innerhalb von sechs Monaten getrunken werden. Das ist allerdings nur ein Richtwert und unterscheidet sich von Whisky zu Whisky. Fest steht: Durch die Oxidation, also den Kontakt mit Sauerstoff, verändert sich der Geschmack des hochprozentigen Tropfens mit der Zeit. Je weniger Luft über dem Whisky steht, desto besser: Füllen Sie ihn also gerne in kleinere Flaschen um. Wie man Whisky richtig trinkt, erfahren Sie hier.

Welche Whiskysorten werden in Deutschland am liebsten getrunken?

Scotch und amerikanischer Whisky teilen sich in Deutschland den ersten Rang auf der Beliebtheitsskala. Irischer Whisky wird seltener getrunken: Nur etwa zehn Prozent aller verkauften Whiskys entfallen hierzulande auf diese Sorte. Immer gefragter ist unverschnittener Whisky, ein Produkt, das aus nur einer Destillerie stammt und dann die Bezeichnung „straight“ oder „single“ trägt. Blended Whisky hingegen, ein Erzeugnis aus mehreren Brennereien, wird genauso geschätzt wie seit vielen Jahrzehnten.

Lässt sich Whisky mit einem leckeren Menü kombinieren?

Die Antwort ist: unbedingt! Wer Whisky auf die verschiedenen Gänge abstimmt, gewinnt nicht nur einen stilvollen Begleiter zu seinem Menü, sondern liegt damit auch vollauf im Trend. Generell gilt: Erlaubt ist, was schmeckt. Trotzdem ist es sinnvoll zum Auftakt des Menüs mit einem leichten, milden Whisky zu starten, während die intensivere Sorte zum Abschluss des Menüs passt. Übrigens können Sie einen Whisky auch als spannende Zutat nutzen: Verfeinern Sie zum Beispiel Ihre nächste Soße mit einem Blended Scotch oder probieren Sie unser Rezept für ein würziges Johannisbeergelee mit Whisky!

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